Polnisch für die Hosentasche

Anlässlich des Europatags 2014 wurde ein neuer deutsch-polnischer Sprachführer vorgestellt, der als gemeinsames Projekt der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Brandenburg, der Volkshochschule Frankfurt (Oder) und der IHK Ostbrandenburg und des Lehrstuhls für Sprachwissenschaft I an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) entstanden ist.

Der deutsch-polnische Sprachführer „Polnisch für die Hosentasche“ ist in Form eines Nachschlagewerkes aufgebaut, das in beide Richtungen les- und nutzbar ist. Im allgemeinen Teil finden sich übergreifende Themen wie Verständigung, Orientierung, Bezahlung, Telefongespräche, Ansagen und Beschilderungen. Diese werden ergänzt um themenspezifische Kapitel mit Wörterlisten, typischen Wendungen und kurzen Dialogen, die nach Bedarf angepasst und kombiniert werden können. Die Aussprache wird bei besonders häufigen Wendungen mit Hilfe einer leicht und schnell zu lesenden umgangssprachlichen Lautschrift wiedergegeben. Der Sprachführer kann gezielt als „Bausteinkasten“, für kurze Gespräche – ganz nach individuellem Bedarf – genutzt werden.

Der Sprachführer richtet sich an all diejenigen, die mit Menschen aus dem jeweiligen Nachbarland – sei es als BesucherInnen, KundInnen oder ProjektpartnerInnen – in Kontakt kommen und sprachlich auf sie zugehen möchten. Zielgruppen des Sprachführers sind daher vor allem:

  • -  kleine und mittelständische Unternehmen mit häufigem Kundenkontakt, vor allem etwa in Einzelhandel, Dienstleistungen, Transport, Verkehr, Handwerk u.w.

  • -  Kultureinrichtungen, Freizeit-, Sport- und Tourismus-Anbieter

  • -  öffentliche Institutionen, Behörden und Bildungseinrichtungen

  • -  Vereine und Gremien, die grenzüberschreitend tätig sind

  • -  ...und alle, die im Alltag mit ihren MitbürgerInnen in der Nachbarsprache kommunizieren

    möchten.

    Damit schließt der Sprachführer eine wichtige Lücke: Im Gegensatz zu reinen Wörterbüchern oder den häufig anzutreffenden Sprachführern für Urlaub und Freizeit, ist der neue Sprachführer für den Gebrauch im Alltag, im Beruf oder im ehrenamtlichen Engagement, vor allem in der Grenzregion, gedacht. Oftmals reichen schon wenige zielgerichtete Sprachkenntnisse, um kurze Dialoge in der Nachbarsprache führen und aufeinander zugehen zu können. Für alle, die mehr lernen wollen, kann der Sprachführer natürlich keinen Sprachkurs ersetzen, er dient vielmehr als erster Einstieg oder schnelle Hilfe zum Nachschlagen und macht so Lust zum Weiterlernen...

    Nach der Vorstellung können einzelne Exemplare des Sprachführers kostenlos mitgenommen werden. Während der Veranstaltung steht bei Bedarf eine Übersetzung zur Verfügung.