"Aus Hass auf die Gleichheit"

So überschreibt die ZEIT einen Bericht über den Kampf des polnischen Präsidenten Andrzej Duda um seine Wiederwahl am 28. Juni. Trotz Kritik aus dem In- und Ausland legt er in seinem auf Homophobie angelegten Wahlkampf nach. Im katholisch-konservativen Südosten des Landes versucht er mit Aussagen zum "Schutz unserer Kinder vor der LGBT-Ideologie" in den letzten Wochen verloren gegangenes Terrain wieder zu gewinnen. Dabei beruft er sich auf Worte des polnischen Papstes Johannes Paul II., der seinerzeit von einer "Verletzung des Gesetzes Gottes" und einer "Ideologie des Bösen" sprach. In der BBC vom 14. Juni wird Duda sogar zitiert, die Förderung von LGBT-Rechten sei eine "Ideologie" und zerstörerischer als der Kommunismus. In einer Wahlkampfrede sagte er, die Generation seiner Eltern habe sich 40 Jahre lang gegen die Ideologie des Kommunismus gewehrt und "sie hätten nicht dafür gekämpft, das nun eine neue Ideologie auftaucht, die sogar noch zerstörerischer ist." Die für LGBT-Rechte eintretende Gruppe ILGA-Europe hat in einem im letzten Monat veröffentlichten Index festgestellt, Polen sei das Land in der EU, das in Bezug auf die Rechte von LGBT am schlechtesten dastehe. Weitere Informationen hier.

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